Der Informant

Der InformantMark Whitacre, gespielt von Matt Damon, arbeitet in den 90er Jahren als Biochemiker für ein Agrar-Unternehmen. Er betrügt seine Firma im großen Stil. Um nicht erwischt zu werden, vertuscht er seine Aktionen und gerät auf kuriose Art in eine Zusammenarbeit mit dem FBI, dass er fortan ebenfalls an der Nase herum führen muss.

Man könnte meinen, der Film wäre ein langweiliger Politthriller, denn es geht hauptsächlich um das Thema „illegale internationale Preisabsprachen bei der Lysin-Produktion“, doch weit gefehlt: Matt Damon spielt ein derart ungewöhnliche Rolle, die den Zuschauer auf ihre eigentümliche Art und durch ihre fast idiotischen Aktionen an den Bildschirm fesselt. Zunächst war mir nicht klar, wann Mark Whitacre die Wahrheit sagt und wann er eine seiner zahlreichen Lügengeschichten erzählt. Mittlerweile glaube ich, es gehörte mit zum Film. Er führt seine Geschäftsführung, das FBI und die Presse zum Narren, und genau das macht er ebenfalls mit dem Zuschauer. Dazu noch ein paar peinliche Fehltritte als Laien-Agent und fertig ist ein amüsanter Filmabend. Ich nehme hiermit Abstand von den allgemein eher schlechten Kritiken und kann stattdessen sagen, dass er durchaus unterhaltsam ist. Es ist nicht „Ocean’s 11“, aber er ist in Ordnung.